Das hier ist die erste Folge von „Wie man ein Quiz-Spiel baut". Alle paar Tage schreiben wir auf, was fertig geworden ist und was schiefgegangen ist. Auch die Teile, bei denen wir dumm dastehen.
Fertig: 5 tägliche Fragen statt 10
Das ist der ganze Fortschritt. Klingt nach einer Zeile Code.
Warum
Zehn war nie gemessen. Zehn fühlte sich nach „richtigem Spiel" an, als wir es hinschrieben.
Dann kam aus einer Test-Runde ein Satz: „Statt 10 täglichen Fragen will ich nur 5." Kein Diagramm, keine Abbruchquote — dafür haben wir schlicht noch zu wenige Spieler, und uns eine Zahl auszudenken, damit die Entscheidung datengetrieben aussieht, wäre gelogen.
Das Argument war ein anderes: Das Versprechen lautet „5 Minuten am Tag". Zehn Fragen sind keine fünf Minuten. Wir hätten also entweder das Versprechen gebrochen oder das Spiel. Lieber jemand, der die App schließt und denkt „das war’s schon?", als jemand, der zwischendurch aufhört.
Schiefgegangen: es war keine Konstante
Die Zehn war über zwei Jahre in die ganze App gesickert. Tagesquests mit Zielen wie „beantworte 8 Fragen" — bei 5 Fragen am Tag nicht schwer, sondern unmöglich. Ein Achievement mit der Zahl im Text. Push-Nachrichten, App-Texte, Dokumentation.
Der fiese Teil waren die laufenden Spieler: Wer eine offene Quest „beantworte 8 Fragen" im Konto hatte, wäre am nächsten Morgen mit einer Aufgabe aufgewacht, die er nicht mehr erfüllen kann. Kein Absturz — nur eine Belohnung, die nie kommt, und der Eindruck, man sei zu schlecht.
Es brauchte also eine Datenbank-Migration, die nicht nur die Zukunft umstellt, sondern die bereits ausgegebenen Aufgaben umschreibt. Aus „ändere eine Zahl" wurden drei Tage.
Was wir mitnehmen: Jede Zahl, die ein Spieler erreichen kann, ist keine Konstante — sie ist eine Zusage. Und Zusagen ändert man nicht einseitig, während jemand mitten drin steckt.
Als Nächstes
- Ein Bug, der acht Tage lang niemandem aufgefallen ist — inklusive uns. Devlog #2, und die peinlichste Geschichte, die wir haben.
- Ein großes Rätsel pro Tag, Freitext statt Antwortmöglichkeiten, Auflösung am nächsten Tag.
- Der 1. Oktober. Da geht MonQuiz live.
Dabei sein, wenn’s losgeht?
Wer bis zum 15. September auf der Warteliste steht, startet als Gründungs-Affe — mit einem Abzeichen, das dauerhaft im Profil sichtbar ist und das es danach nie wieder gibt. Für niemanden. Dazu ein Startpaket, dessen Inhalt wir kurz vor dem Launch verraten. Kein Wettkampfvorteil — fair bleibt fair.
Danach kannst du dich weiter eintragen und wirst zum Start benachrichtigt. Gründungs-Affe wirst du dann aber nicht mehr.